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Was passiert mit dem Resturlaub 2017?

Was passiert mit dem Resturlaub 2017?

16.11.2017

Die Frage nach dem Resturlaub aus 2017 beschäftigt die Beraterinnen und Berater bei der Gewerkschaft ver.di in Oberhausen und Mülheim den letzten Wochen des Jahres vermehrt, dabei ist die Antwort nicht unbedingt kompliziert.

„Wer noch Urlaub offen hat, muss aber jetzt umgehend handeln“, erklärt Gewerkschaftssekretär Björn Jadzinski, denn das Bundesurlaubsgesetz kennt einen Weg auch Urlaub mit in das Folgejahr zu nehmen - auch wenn der Grundsatz gilt, dass sich der Urlaub immer auf ein Kalenderjahr bezieht.

(Bundesurlaubsgesetz) § 1 „Jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.“

Wenn es im abgelaufenen Jahr Gründe gab, die entweder in der Person des Arbeitnehmers lagen, wie zum Beispiel lange Krankheit, oder eine hohe Arbeitsbelastung bzw. Personalmangel in der Firma (betriebliche Gründe), so ist eine Übertragung bis zum 31.03.2018 vorgesehen.

„Der Antrag auf Übertragung sollte am besten schriftlich mit Nachweis gestellt werden“, meint Björn Jadzinski, der aber auch Fälle kennt, in denen Tarifverträge oder Vereinbarungen dies für den gesamten Betrieb regeln.

Henrike Eickholt, ver.di Geschäftsführerin ergänzt:“ „Durch einen Tarifvertrag kann der Übertragungszeitraum aber nur verlängert werden. Beschäftigte dürfen in diesem Fall nie schlechter gestellt werden als die gesetzliche Regelung vorgibt.“

Besonders ist die Situation bei Langzeiterkrankten. Selbst wenn die Erkrankung länger andauert als die ersten drei Monate des Folgejahres, verfällt der übertragende gesetzliche Anspruch auf Urlaub nicht automatisch mit Ablauf des Übertragungszeitraums ist aber eine arbeitsrechtliche Beratung angeraten.

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